Weihnachts - & Adventszeit

am . Veröffentlicht in Bürgerinfos

Advent, Advent  ein Lichtlein brennt, heißt es in einem bekannten Weihnachtslied, doch allzu oft steht dann nicht das Christkind sondern die Feuerwehr vor der Tür.
Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit um sich darüber zu informieren, wie Sie sich mit einfachsten Maßnahmen vor einer Brandkatastrophe schützen können.
Dezember, das heißt gemütliche Nachmittage und Abende bei Kerzenschein. Trotz aller Warnungen ist dies ist aber gleichzeitig auch die Jahreszeit mit den
meisten 
Wohnungsbränden und Brandrauchtoten.  Brände entstehen zumeist durch Unachtsamkeit bzw.  unsachgemäßen Umgang mit Kerzen und
offenem Feuer.


Der Adventskranz


...ist eine der häufigsten Brandursachen, nachdem viele Familien mittlerweile auf elektrische Kerzen am Weihnachtsbaum umgestellt haben. Die
Zweige trocknen durch die warme trockene Raumluft aus und bieten so dem Feuer einen idealen Nährboden.  


Tipps:

• Achten Sie auf einen festen, nicht brennbaren Stand des Gestecks

• Die Kerzen müssen fest und senkrecht angebracht werden

• Halten Sie die Dochte der Kerzen stets kurz, um die Flamme klein und
  kontrollierbar zu halten

• Tauschen Sie die Kerzen rechtzeitig aus;
  lassen Sie sie nicht komplett herunter brennen

• Halten Sie einen Eimer oder eine Bodenvase mit Wasser bereit;
  natürlich dort, wo Sie jederzeit ungehinderten Zugriff haben.
  Auch ein Feuerlöscher ist nicht verkehrt


Der Weihnachtsbaum

Es ist immer noch die sicherste Variante eine VDE - geprüfte Lichterkette für den Weihnachtsbaum zu verwenden. Besonders dann, wenn Sie Kinder
oder Haustiere haben. Sorgen Sie aber trotzdem dafür, dass die Lampen nicht mit brennbarem Schmuck oder den Zweigen in Berührung kommen, denn
auch die "Lämpchen" werden sehr heiß.

Tipps:

• Kaufen Sie den Christbaum erst kurz vor dem Fest und stellen Sie ihn bis dahin ein einen Eimer mit Wasser

• Sichern Sie Ihren Baum gegen Umfallen durch einen geprüften stabilen Ständer

• Wunderkerzen haben am Weihnachtsbaum nichts verloren! Wozu auch?

• Wenn es doch echte Kerzen sein sollen, dann zünden Sie diese von oben nach unten an und löschen Sie diese in umgekehrter Reihenfolge

• Achten Sie darauf Kerzenhalter zu verwenden, die ein Kugelgelenk haben, damit die Kerzen senkrecht ausgerichtet werden können

• Achten Sie darauf, dass die Kerzenhalter einen Tropffänger besitzen

• Und auch hier gilt: geeignete Löschmittel bereithalten - einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher.


Familie durch Kerze getötet!

Diese oder andere Schlagzeilen werden in der Boulevardpresse jetzt wieder häufiger zu lesen sein, doch warum?
Rauch ist hochgiftig, er lähmt die Atmung. Der menschliche Geruchssinn ist während des Schlafens ausgeschaltet, Sie haben
also keine Chance einen Brand zu bemerken, wie dies am Tage ohne Probleme der Fall wäre.


Tipp:

• Ihre realistische Chance sich und Ihre Familie sicher vor dem Rauchtod zu schützen - verschafft Ihnen ein geprüfter batteriebetriebener Rauchmelder.


Kinder sind von Feuer fasziniert

Seien wir einmal ehrlich, hat der Schein einer Kerze oder ein flackerndes Kaminfeuer Sie nicht auch schon einmal in seinen Bann gezogen?
Genauso geht es Ihren Kindern! Kinder können der Versuchung ein Feuer zu entzünden schwer wiederstehen. Was Erwachsene vormachen,
wollen Kinder nachmachen. Eine Kerze anzünden, eine Zigarette entfachen oder das Kaminfeuer in Gang setzen. Das Problem hierbei:
Kinder haben keine Erfahrung mit Feuer.


Tipps:

• Zeigen Sie Ihren Kindern wie man Feuer gefahrlos entfacht.

• Lassen Sie die Kinder in Ihrem Beisein z.B. die Geburtstagskerzen entzünden, Sie nehmen dem Feuer so den Reiz des Unbekannten / Verbotenen.

• Schließen Sie Streichhölzer und Feuerzeuge sicher weg.

•Verantwortungsbewusster Umgang mit Feuer kann erlernt werden.

• Helfen Sie mit, dass Ihr Kind nicht zum "Brandstifter" wird.


Friteuse, Fondue & Co.

Auch bei einem gemütlichen Abendessen oder den Vorbereitungen für das Festmahl kann etwas schiefgehen.
Bedenken Sie, dass brennendes Fett in der Pfanne, der Friteuse oder dem Fonduetopf NIE mit Wasser gelöscht
werden dürfen.
Sie rufen sonst eine sogenannte Fettexplosion (siehe Bild rechts) hervor. Die möglichen Auswirkungen
einer solchen Fettexplosion auf den menschlichen Körper können Sie sehen, wenn Sie mit der Maus über das Bild rechts
fahren - nichts für schwache Nerven.
Und stellen Sie sich diesen Feuerball einmal in Ihrer Küche vor - sie könnte
anschließend wie neben abgebildet aussehen, kein schöner Gedanke, oder !?!

Tipps:

Legen Sie stattdessen den Deckel auf den brennenden Topf, ein dicht schließender Deckel erstickt
  die Flammen. Entfernen Sie die Wärmezufuhr und lassen Sie den Deckel solange zugedeckt, bis sich
  der Topf abgekühlt hat, um eine Rückzündung zu vermeiden.


• Kaufen Sie sich eine Löschdecke, diese wird in einer Aufbewahrungsbox an der Küchenwand montiert
  und kostet etwa 30 Euro.


Wenn es doch brennt...

Nur durch fehlende oder falsche Maßnahmen kann ein Feuer sich ausbreiten! Jedes große Feuer hat irgendwann einmal klein angefangen,
diesen Entstehungsbrand hätte man leicht mit einem Glas Wasser oder einem Feuerlöscher bekämpfen können, doch schon nach wenigen
Minuten ist das Feuer außer Kontrolle, es entsteht dichter schwarzer Rauch der es Ihnen unmöglich macht  dem Feuer Herr zu werden oder
sich zu orientieren.


Der Notruf ist unerlässlich!
 
Tipps:

• Bleiben Sie ruhig. 

• Schließen Sie Fenster und Türen - jedoch nicht verschließen 

• Verlassen Sie die Räumlichkeiten ggf. durch den Notausgang. 

• Wenn Ihnen der Fluchtweg versperrt ist, machen Sie sich am Fenster bemerkbar, sofern hier nicht Rauch von tiefer gelegenen Etagen eindringt.
  Teilen Sie per Notruf mit, wo Sie sich befinden.


• Benutzen Sie niemals einen Fahrstuhl, er kann zur tödlichen Falle werden


• Warnen Sie Ihre Nachbarn,
die Ausbreitung von Feuer und Rauch werden allzu leicht unterschätzt 

• Alarmieren Sie die Feuerwehr über die Notrufnummer 112!
 

• Warten Sie auf das Eintreffen der Einsatzkräfte um diese einzuweisen.